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Der Samichlaus am Nikolaustag, bereite deinen Hund vor

Der 6. Dezember ist ein festlicher Tag, an dem der heilige Nikolaus traditionell die Kinder besucht. Doch für unsere Hunde kann diese Tradition eine Herausforderung darstellen. Fremde Menschen, die in ungewohnten Kostümen auftreten, können Stress und Angst auslösen. Hier sind einige Tipps, wie du deinen Hund auf den Nikolaustag vorbereiten kannst, damit das Fest für alle Beteiligten freudig bleibt.

Vertrautheit schaffen: Lasse deinen Hund vorab an das Nikolauskostüm gewöhnen. Zieh es in seiner Gegenwart an und belohne ihn für entspanntes Verhalten. So kann er lernen, dass das Kostüm nichts Bedrohliches an sich hat.

Sicherer Rückzugsort: Biete deinem Hund einen sicheren Ort, an dem er sich zurückziehen kann. Eine vertraute Decke oder ein Körbchen in einem ruhigen Zimmer wirken Wunder, wenn die Aufregung zu groß wird.

Desensibilisierung und Training: Arbeite vor dem großen Tag mit deinem Hund an Kommandos wie „Sitz“ oder „Platz“. Positive Verstärkung hilft, dass er auch in aufregenden Momenten auf dich hört.

Besucher ankündigen: Wenn möglich, informiere den Nikolaus im Voraus über deinen Hund. Vielleicht kann er ihn beim Betreten des Hauses rufen und ihm ein Leckerli geben, um das Eis zu brechen.

Vorsicht mit Dekoration und Süßigkeiten: Stelle sicher, dass dein Hund nicht an Schokolade oder andere für ihn gefährliche Süßigkeiten gelangt. Auch Dekoration sollte außer Reichweite sein, um Verschlucken oder Verletzungen zu vermeiden.

Überwachung und Kontrolle: Bleibe bei der ersten Begegnung zwischen Nikolaus und Hund dabei und behalte die Körpersprache deines Vierbeiners im Auge. Bei Anzeichen von Stress oder Angst, leite ihn sanft in seinen Rückzugsort.

Unterschiede in den Traditionen von Samichlaus bis Santa

Der Nikolaustag wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz zwar am 6. Dezember gefeiert, doch gibt es einige Unterschiede in den Traditionen:

Deutschland: Der Nikolaus besucht die Kinder nicht persönlich, sondern die Kinder stellen am Abend des 5. Dezembers ihre frisch geputzten Stiefel vor die Tür. Über Nacht füllt der Nikolaus diese mit Süßigkeiten, Nüssen und kleinen Geschenken​​.

Österreich: Hier wird der Nikolaus oft von einer etwas furchteinflößenderen Figur begleitet – dem Krampus. Der Krampus ist das Gegenstück zum Nikolaus und soll die unartigen Kinder erschrecken. In einigen Regionen ziehen Krampusse schon am Vorabend des Nikolaustags durch die Straßen​​.

Schweiz: In der Schweiz ist der Samichlaustag ein Familientag, an dem sich Verwandte und Freunde treffen. Häufig besuchen der Samichlaus und sein Gehilfe, Schmutzli, die Familien zu Hause. Kinder tragen dann ein Gedicht vor und erhalten im Gegenzug Süßigkeiten und Geschenke​​.

Naschwaren, die kleinen Gefahren

In der festlichen Zeit des Nikolaustags ist das Aufkommen von Naschwaren in vielen Haushalten eine Selbstverständlichkeit. Von Schokolade über Lebkuchen bis hin zu Nüssen und Mandarinen – die süßen Verführungen sind allgegenwärtig. Für unsere vierbeinigen Freunde sind diese Leckereien jedoch nicht nur verlockend, sondern oft auch gefährlich. Hunde besitzen einen ausgeprägten Geruchssinn und sind von Natur aus neugierig, was die Gefahr erhöht, dass sie sich unbemerkt etwas vom festlichen Tisch stibitzen. Es ist daher von größter Wichtigkeit, darauf zu achten, dass Naschwaren für die Hunde unzugänglich bleiben und sie mit gesunden, hundegerechten Snacks verwöhnt werden, um gesundheitliche Probleme und Notfälle zu vermeiden.

Respektiere die Grenzen: Hunde und Kostüme

Kostüme können für Hunde mehr als nur ein modisches Accessoire sein – sie können Stress und Unbehagen auslösen. Es ist wichtig, zu verstehen, dass Hunde ihre Umwelt anders wahrnehmen und nicht immer menschliche Traditionen wie das Verkleiden zu festlichen Anlässen verstehen. Anstatt deinen Hund zu kostümieren, solltest du ihm helfen, kostümierte Menschen als nicht bedrohlich zu erkennen. Dies kannst du erreichen, indem du ihn langsam und in einer kontrollierten Umgebung an Kostüme gewöhnst und dabei positive Verstärkung einsetzt. Zeige ihm, dass die seltsamen Gestalten, die zur Weihnachtszeit auftreten können, freundlich sind und keine Gefahr darstellen. Mit Geduld und Training kann dein Hund lernen, dass auch der ungewöhnlich gekleidete Nikolaus nur ein Teil des festlichen Spaßes ist.

Zum Abschluss möchten wir allen eine fantastische und liebevolle Weihnachtszeit wünschen. In dieser besinnlichen Zeit ist es unser gemeinsamer Wunsch, dass jeder Einzelne von uns mit Geduld, Respekt und Vernunft handelt, um unsere treuen tierischen Begleiter zu schützen. Lasst uns darauf achten, dass die Festtage für alle – ob auf zwei oder vier Beinen – eine Zeit der Freude und des friedlichen Miteinanders werden.

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