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Arthritis

Was ist eine Arthritis beim Hund? 

Arthritis beim Hund ist eine entzündliche Erkrankung eines oder mehrerer Gelenke. Es wird zwischen infektiöser und nicht-infektiöser Arthritis unterschieden. Die infektiöse Arthritis wird durch Bakterien verursacht, während die nicht-infektiöse Arthritis durch entzündliche Reaktionen des Immunsystems entsteht.

Was sind die Ursachen einer Arthritis beim Hund?

  • Infektiöse Arthritis: Wird durch das Eindringen von Bakterien in den Körper, z.B. über Verletzungen oder Bisswunden, verursacht. Infektionskrankheiten wie Borreliose, die durch Zeckenbisse übertragen wird, können ebenfalls zu einer Gelenkentzündung führen.
  • Nicht-infektiöse Arthritis: Hierzu zählt vor allem die rheumatoide Arthritis, bei der das Immunsystem entzündliche Prozesse in den Gelenken auslöst. Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt, aber es wird vermutet, dass bakterielle Bestandteile nach einer Infektion eine Rolle spielen können.
  • Arthrose: Abnutzungserscheinungen im Gelenk können in eine nicht-infektiöse Arthritis übergehen.

Wie äußert sich eine Arthritis beim Hund?

  • Lahmheit
  • Schwellung und Schmerzen im betroffenen Gelenk
  • Erwärmtes und berührungsempfindliches Gelenk
  • Eingeschränkte Bewegungsfähigkeit
  • Verweigerung von langen Spaziergängen
  • Häufiger Wechsel der Schlafposition
  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Fieber bei bakteriellen Infektionen

Wie wird eine Arthritis beim Hund diagnostiziert?

  • Symptome: Die Tierärztin oder der Tierarzt erkennt Arthritis meist schon an den äußeren Symptomen.
  • Röntgen-Untersuchung: Um Verletzungen, Arthrose und andere Ursachen auszuschließen.
  • Blutuntersuchung: Zur Diagnose von rheumatoider Arthritis.
  • Untersuchung der Gelenkschmiere (Synovia): Durch Punktion des Gelenks kann festgestellt werden, ob eine infektiöse Arthritis vorliegt und welcher Erreger verantwortlich ist.

Wie kann eine Arthritis beim Hund behandelt werden?

  • Medikamente: Entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente.
  • Gelenkspülung: Bei starker Entzündung kann das Gelenk mit steriler Lösung gespült werden.
  • Antibiotika: Bei bakteriellen Infektionen.
  • Kühlende Umschläge: Können kurzfristig Linderung verschaffen.
  • Physiotherapie und Massagen: Unterstützen den Heilungsprozess.
  • Schonung: Spaziergänge sollten kurz gehalten werden, kein Springen oder Treppensteigen.

Wie ist die Prognose einer Arthritis beim Hund? 

Die Prognose hängt von der Ursache und dem Zeitpunkt der Diagnose ab. Eine schnell erkannte und behandelte Arthritis hat eine günstige Prognose. Bei bereits vorhandenen Gelenkschäden kann eine operative Gelenkversteifung sinnvoll sein. Eine chronische rheumatoide Arthritis ist nicht heilbar, aber Medikamente können eine gute Lebensqualität ermöglichen.

Wie kann man einer Arthritis beim Hund vorbeugen? 

Vorbeugende Maßnahmen sind begrenzt, aber eine ausgewogene Ernährung und ausreichende, nicht überlastende Bewegung sind wichtig. Bei bestehender Arthritis sollten die verordneten Medikamente regelmäßig gegeben und tierärztliche Kontrollen eingehalten werden.

Muss ein Hund mit einer Arthritis zum Tierarzt? 

Ja, eine Arthritis sollte sofort von einer Tierärztin oder einem Tierarzt behandelt werden, um irreversible Gelenk- und Knochenschäden zu verhindern.

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