Sabbern, Kauen, Schlucken – so funktioniert die Verdauung

Hund liegt vor leerem Napf und hat Hunger

Ich bin ein Hund und ich fresse. Die Verdauung von uns Hunden ist wirklich verrückt! Mein Verdauungssystem beginnt schon, bevor ich das Futter überhaupt aufnehme. Denn meine Speicheldrüsen produzieren Speichel, sobald ich es sehe oder rieche. Mein Hundespeichel hilft mir, grob zerkleinerte Nahrung geschmeidig zu machen, damit sie leicht durch die Speiseröhre in den Magen transportiert werden kann.

Da bleibt dir die Spucke weg

Die Speichelmenge bei uns Hunden ist übrigens deutlich geringer als bei euch Menschen. Ich benötige nur etwa 150 ml „Spucke“ pro Tag. Die Viskosität des Speichels hängt von der Art meiner Nahrung ab, die ich gerade kaue. Fütterst du mich mit Nassfutter, ist mein Speichel schleimig. Fresse ich hingegen Trockenfutter, ist mein Speichel eher wässrig.

Und so geht’s im Magen weiter

Ich schlucke meine Nahrung allerdings nur grob zerkaut hinunter. Meine Zähne dienen von Natur aus nämlich eher dazu, Beute zu fangen. Das macht mich zu einem sogenannten „Schlingfresser“.

Mein Magen hat quasi die Form eines großen U. Meine Magensäure ist nicht von schlechten Eltern: Sie beinhaltet einen um zehnfach höheren Anteil an Salzsäure als bei euch Menschen. Damit bereite ich die Enzyme im Darm vor und mache darüber hinaus Mikroorganismen unschädlich.

Ich habe, genau wie ihr Menschen, eine Magenschleimhaut. Bei der Magensäure besteht jedoch ein großer Unterschied. Während bei euch ununterbrochen die Magensäure brodelt, geht es bei mir erst mit dem Futterreiz los.

Meine Magenwände sind auch viel dehnbarer als bei euch. In mich passt das Achtfache meiner ursprünglichen Magengröße rein! Leider kommt damit aber auch ein Nachteil: Auf die Weise merke ich oft erst viel zu spät, dass ich schon längst satt bin. Deshalb solltest du mir lieber öfter kleinere Portionen geben, anstatt einmal eine größere Menge.

Und irgendwann muss es wieder raus…

Um mich vollständig zu entleeren, brauche ich in etwa sechs bis fünfzehn Stunden. (Keine Sorge, das heisst nicht, dass ich so lange beim Gassigehen brauche!) Mein Darm ist also nach maximal fünfzehn Stunden komplett leer, falls ich nichts Neues zu fressen kriege.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Inline-Rückmeldungen
Alle Kommentare anzeigen
Inhaltsverzeichnis
Ich habe schon geschrieben, noch bevor Computer selbstverständlich wurden. Schon als Kind habe ich mir die Schreibmaschine meiner Eltern geschnappt und drauflos getippt: Geschichten, Beobachtungen, Gedanken. Hauptsache Worte. Mein Zugang zu Hunde-Themen ist kein klassischer. Lange Zeit war ich eher skeptisch, geprägt von weniger guten Erfahrungen. Umso mehr hat es mich überrascht, als ich – dank Roger – erlebt habe, wie verantwortungsvoll und bewusst gute Hundehaltung funktionieren kann. Dieser Perspektivwechsel begleitet meine Arbeit bis heute. Bei rundum.dog bin ich als Content Managerin an vielen Stellen beteiligt, an denen aus Ideen fertige Beiträge werden. Ich recherchiere Themen, plane Inhalte, schreibe Artikel, begleite Gastbeiträge redaktionell, veröffentliche Texte und betreue die Social-Media-Kanäle. Mein Blick richtet sich dabei immer auf das grosse Ganze: Welche Themen sind relevant? Welche Fragen stehen dahinter? Und wie lassen sich Inhalte so aufbereiten, dass sie verständlich, fundiert und für unsere Leser wirklich hilfreich sind? Ich glaube, dass Emotionen allein nicht ausreichen. Gute Entscheidungen entstehen dort, wo Information, Selbstreflexion und Bereitschaft zum Hinterfragen zusammenkommen. Mit meinen Texten möchte ich genau dazu beitragen.

Weitere Beiträge zu diesem Thema