Demonstration für spanische Jagdhunde am 20. März 2026 – Aktivisten fordern „Gleiches Recht für alle Hunde“

Die Demonstration für spanische Jagdhunde am 20. März 2026 richtet sich gegen eine umstrittene Lücke im spanischen Tierschutzrecht. Vor den spanischen Konsulaten in München und Düsseldorf wollen Tierschützer und Hundehalter auf die Situation von Jagd-, Renn- und Arbeitshunden aufmerksam machen. Unter dem Motto „¡Mismos perros, misma ley! Gleiches Recht für alle Hunde!“ fordern die Initiatoren, dass auch diese Hunde künftig unter den gesetzlichen Tierschutz fallen.

Warum für spanische Jagdhunde demonstriert wird

Die Lage vieler spanischer Jagd- und Windhunde beschäftigt Tierschutzorganisationen seit Jahren. Besonders die sogenannten Galgos, aber auch andere Jagd- und Arbeitshunde, geraten immer wieder in den Fokus internationaler Proteste.

 

Das spanische Tierschutzgesetz wurde 2023 reformiert und erkennt Haustiere inzwischen als fühlende Wesen an. Es regelt unter anderem medizinische Versorgung, Haltungsbedingungen und die maximale Zeit, die Hunde alleinbleiben dürfen.

 

Doch genau diese Regelungen gelten nicht für Jagdhunde, da sie aus dem Gesetz ausdrücklich ausgenommen wurden.

 

Tierschützer kritisieren seit Jahren, dass diese Hunde dadurch in einer rechtlichen Grauzone bleiben. Immer wieder werden Fälle dokumentiert, in denen Jagdhunde nach der Jagdsaison ausgesetzt, misshandelt oder getötet werden, wenn sie für ihre Besitzer keinen Nutzen mehr haben.

Sorge vor weiterer Verschlechterung des Schutzes

Zusätzliche Kritik richtet sich gegen ein geplantes königliches Dekret in Spanien, das Jagd- und Gebrauchshunde künftig administrativ dem Landwirtschaftsministerium zuordnen könnte.

 

Tierschutzorganisationen befürchten, dass dadurch der rechtliche Status dieser Hunde weiter geschwächt wird. Kritiker warnen davor, dass Jagdhunde dadurch künftig eher wie Nutztiere behandelt werden könnten als wie Haustiere.

 

Genau gegen diese Entwicklung richtet sich der internationale Protest.

Wann und wo die Demonstrationen stattfinden

Am Freitag, den 20. März 2026, finden zwei Demonstrationen vor spanischen Konsulaten in Deutschland statt. Dort soll auch ein offener Brief an Vertreter der spanischen Politik übergeben werden.

München

20. März 2026 – 10:00 bis 15:00 Uhr

gegenüber dem spanischen Konsulat

Oberföhringer Str. 45

81925 München

Düsseldorf

20. März 2026 – 11:00 bis 14:00 Uhr

gegenüber dem spanischen Konsulat

Homberger Str. 16

40474 Düsseldorf

Die Veranstalter rufen ausdrücklich Hundefreunde, Tierschützer und interessierte Bürger dazu auf, sich an den Demonstrationen zu beteiligen.

Wer hinter den Protesten steht

Organisiert werden die Demonstrationen unter anderem von folgenden Initiativen und Organisationen:

Windhund-Netzwerk e.V.

Münchner Galgomarsch

Kölner Galgo-Marsch

Sebastián Everding (Tierschutzpartei)

PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei

Fundación Mastines en la calle

Plataforma NAC

Gemeinsam beabsichtigen sie, politischen Druck aufzubauen, damit spanische Jagd- und Gebrauchshunde künftig den gleichen gesetzlichen Schutz erhalten wie andere Hunde.

Kontakt und weitere Informationen zur Demonstration

Wer sich über die Demonstration für spanische Jagdhunde informieren oder Kontakt zu den Veranstaltern aufnehmen möchte, findet weitere Details unter:

muenchner-galgomarsch.de

koelnergalgomarsch.jimdofree.com

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Ich bin Journalist und seit Februar 2026 redaktionell verantwortlich für das Portal rundum.dog. In dieser Funktion trage ich die journalistische Verantwortung für die inhaltliche Ausrichtung, die redaktionelle Qualität sowie die Veröffentlichung der Beiträge. Meine Arbeit ist geprägt von einer sachlichen, faktenbasierten Herangehensweise und dem Anspruch, auch komplexe oder kontrovers diskutierte Themen nachvollziehbar und differenziert einzuordnen. Mich interessiert weniger das Idealbild als die praktische Realität: Wie funktionieren Strukturen im Alltag tatsächlich? Wo entstehen Barrieren – offen oder unbewusst? Und wie lassen sich Zusammenhänge verständlich darstellen, ohne sie zu vereinfachen oder zu verkürzen? Thematisch bewege ich mich an der Schnittstelle von Hundehaltung, Hundesport und gesellschaftlichen Fragestellungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Hundetraining und Hundesport unter realen Bedingungen. Ich bin ein Mensch mit Handicap und nutze einen Rollstuhl. Eigene Alltagserfahrungen fließen in die Arbeit ein, ohne sie zum Maßstab zu machen. Über das Leben und Training mit meinem Hund Carl veröffentliche ich bei rundum.dog regelmäßig Kolumnen, jeweils mittwochs und samstags. Im Fokus stehen dabei Fragen nach Verantwortlichkeit, Trainingspraxis, Belastbarkeit von Konzepten und dem Zusammenspiel von Alltag, Leistung und Anspruch. Meine journalistische Arbeit orientiert sich an etablierten redaktionellen und ethischen Standards. Dazu gehören sorgfältige Recherche, transparente Arbeitsweisen und eine klare Trennung von Berichterstattung, Meinung und Interessen. Ziel ist eine sachliche, überprüfbare Darstellung von Themen, die unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt und Argumente nachvollziehbar einordnet. Entscheidend ist für mich eine Berichterstattung, die erklärt, kontextualisiert und offen bleibt für begründete Gegenpositionen. Journalistisch arbeite ich seit vielen Jahren für regionale und überregionale Medien. Unter anderem habe ich für Titel der Neuen Pressegesellschaft geschrieben, zu der auch die Märkische Oderzeitung gehört. 2023 habe ich im Rahmen meiner journalistischen Tätigkeit in Osteuropa recherchiert und berichtet, unter anderem zu den Auswirkungen des Krieges auf den Alltag der Zivilbevölkerung. Gemeinsam mit dem Herausgeber verstehen wir rundum.dog als journalistisches Magazin für Hundehalterinnen und Hundehalter aus unterschiedlichen Lebensrealitäten und mit unterschiedlichen Anforderungen. Tierschutz ist dabei eine zentrale Leitlinie der redaktionellen Arbeit und wird als Verantwortung verstanden, die Fachlichkeit, Alltagstauglichkeit und Praxisbezug verbindet. Ziel des Magazins ist es, Orientierung zu bieten und dazu beizutragen, dass Mensch und Hund als Team verlässlich und nachhaltig zusammenarbeiten – im Alltag, im Training und im Sport.