Insbesondere im Wachstum kann es vorkommen, dass der Unterkiefer nicht ausreichend Platz für die bleibenden Zähne bietet. Die Folge sind Zahnfehlstellungen, Engstände oder funktionelle Beeinträchtigungen des Kauapparates.
Zu den häufigsten dento – skelettalen Anomalien zählen
- Malokkusionen ( zB. Vorbiss, Rückbiss, Kreuzbiss )
- Engstand der Incisivi und Canini infolge eines zu schmalen Unterkiefers
- Persistierende Milchzähne, die den Durchbruch der bleibenden Zähne behindern
- Asymmetrisches Kieferwachstum mit daraus resultierenden Fehlbelastungen des Kiefergelenks
Therapeutisch stehen abhängig vom Alter und vom Schweregrad verschiedene Maßnahmen zur Verfügung
- Frühintervention im Wachstum durch manuelle Stimulation, funktionelle Belastung und kontrollierte Kaubewegungen
- Orthodontische Maßnahmen ( zB. sanfte Zahnführung, Distanzierung einzelner Zähne )
- Extraktion persistierender Milchzähne, um Raum für den Durchbruch der bleibenden Dentition zu schaffen
- In schweren Fällen chirurgisch – kieferorthopädische Korrekturen
Frühzeitige Beobachtung der Gebissentwicklung ist entscheidend, da das plastische Wachstum des Kiefers in den ersten Lebensmonaten eine funktionelle Anpassung zulässt. Wird diese Phase genutzt, können spätere invasive Eingriffe häufig vermieden werden.
Das Beispiel meiner Fellkollegin zeigt, wie sensibel das Zusammenspiel von Wachstum, Funktion und mechanischer Stimulation im Bereich des Kiefers ist.
Für einige Monate habe ich ihr im Alter von 4 Monaten mit meinem Daumen den Kiefer von innen massiert.
Für den Beitrag haben wir die manuelle Stimulation noch einmal nachgestellt. An dieser Stelle Danke für ihre Geduld. Ihre Gage wurde anschließend gleich verspeist.
