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Strahlentherapie

Was ist eine Strahlentherapie (Bestrahlung, Radiotherapie) bei Tieren? 

Mit einer Strahlentherapie behandeln Tierärztinnen und Tierärzte in erster Linie Krebserkrankungen bei Tieren. Sie kann alleine oder in Kombination mit einer Operation oder Chemotherapie durchgeführt werden. Bei der Bestrahlung entstehen im Gewebe sogenannte Radikale, die Tumorzellen schädigen und ihre Vermehrung verhindern. Ziel ist es, möglichst viele Tumorzellen zu zerstören und gesundes Gewebe zu schonen. Zur Durchführung gibt es verschiedene Strahlengeräte und Strahlenarten, wie Gammastrahlung, Elektronenstrahlung und Röntgenstrahlung. Die Bestrahlung kann kurativ (heilend) oder palliativ (lebensqualitätsverbessernd) eingesetzt werden.

Wie wird eine Strahlentherapie (Bestrahlung, Radiotherapie) bei Tieren durchgeführt? 

Tierärztinnen und Tierärzte passen die Strahlentherapie an die jeweilige Krebserkrankung an und bestimmen den Bereich und die Häufigkeit der Bestrahlung. Im Gegensatz zur Humanmedizin erfolgt die Bestrahlung bei Tieren nicht täglich, sondern meist dreimal pro Woche über wenige Wochen. Die Bestrahlung findet in der Regel ambulant statt, und die Tiere müssen dabei ruhig liegen, weshalb eine Kurznarkose notwendig ist. Der Tierarzt injiziert das Narkosemittel in die Vene, woraufhin das Tier sofort einschläft. Die Bestrahlung selbst dauert nur wenige Minuten. Nach kurzer Erholung von der Narkose können die Tiere mit ihren Besitzern nach Hause gehen.

Wann wird eine Strahlentherapie (Bestrahlung, Radiotherapie) bei Tieren angewandt? 

Die Strahlentherapie wird hauptsächlich zur Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt, insbesondere wenn bösartige Tumoren nicht vollständig entfernt werden können oder eine alleinige Chemotherapie keine gute Prognose hat. Sie kann vor oder nach einer Operation eingesetzt werden, um den Tumor zu verkleinern oder verbleibende Tumorzellen zu zerstören. Auch in Kombination mit einer Chemotherapie kann die Strahlentherapie die Überlebenschancen des Tieres verbessern. Häufige Einsatzgebiete sind Krebserkrankungen der Maulhöhle, Schilddrüse, Nasenhöhlen, Haut und Gehirn. Strahlensensible Tumoren, wie maligne Lymphome, Plasmozytome und das Sticker-Sarkom, reagieren besonders gut auf eine Bestrahlung.

Welche Risiken birgt eine Strahlentherapie (Bestrahlung, Radiotherapie) bei Tieren? 

Die Strahlentherapie kann nicht nur Tumorzellen, sondern auch umliegendes gesundes Gewebe schädigen. Nebenwirkungen werden in akute Effekte, die direkt oder kurz nach der Bestrahlung auftreten, und chronische Effekte, die später auftreten können, unterteilt.

  • Akute Nebenwirkungen:
    • Hautentzündung, Hautrötung
    • Haarausfall
    • Schleimhautentzündung
    • Nasenausfluss, Nasenentzündung
    • Darmentzündung
    • Blasenentzündung
    • Hornhautschäden, Augenentzündung
    • Lungenentzündung
  • Chronische Nebenwirkungen:
    • Farbänderung von Haut und Haaren
    • Hautverletzungen
    • Mundtrockenheit
    • Schilddrüsenunterfunktion
    • Lungenentzündung
    • Nervenschäden
    • Knochenschäden, Knochentumoren

Die Strahlentherapie sollte sorgfältig geplant und überwacht werden, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren. Es ist wichtig, dass die Tierärztin oder der Tierarzt die Besitzer umfassend über die möglichen Risiken und Vorteile der Strahlentherapie informiert.

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