Hund ins Büro mitnehmen – wie frage ich das richtig an?

Hund ins Büro mitnehmen

Du möchtest Deinen Hund ins Büro mitnehmen, weisst aber nicht, wie du das am besten anstellen solltest? Wir zeigen Dir, wie Du die Mitnahme Deines Hundes zum Arbeitsplatz möglichst geschickt und professionell anfragst – mit vielen praktischen Tipps und rechtlichen Hinweisen.

Vorneweg: Dürfen Hunde im Büro verboten werden?

Kurz gesagt: leider Ja. Denn das liegt im Ermessen des Arbeitgebers.

Ob du deinen Hund ins Büro mitbringen darfst oder nicht, ist in der Schweiz (und auch in Deutschland und Österreich) allein Entscheidung des Arbeitgebers. Es gibt kein gesetzliches Anrecht auf einen Bürohund. Auch wenn du ihn gern bei dir hättest, brauchst du eine ausdrückliche Genehmigung.

In seltenen Fällen gibt es aber Ausnahmen. Zum Beispiel, wenn:

  • du auf einen Assistenzhund angewiesen bist (z. B. Blindenführhund)
  • du im Homeoffice arbeitest und dein Hund gar nicht mit an den Firmensitz/in die Geschäftsräume kommt
  • dein Arbeitsvertrag oder eine Betriebsvereinbarung Bürohunde ausdrücklich erlaubt

Wie finde ich raus, ob meine Firma Hunde im Büro erlaubt oder verbietet?

Tatsächlich findet sich in den allermeisten Arbeitsverträgen keine einzige Zeile über Hunde. Selbst in Firmen, die eigentlich offen dafür wären, gibt es oft (noch) keine formelle Regelung.

Das heisst aber nicht automatisch, dass du deinen Hund ins Büro mitbringen darfst – aber eben auch nicht, dass es verboten ist.

Wenn du also nichts findest, bedeutet das: Du musst nachfragen.

Wo du überall nachschauen kannst:

  • Arbeitsvertrag: Vielleicht gibt es allgemeine Hinweise zu betrieblichen Verhaltensregeln oder Sicherheit – auch das kann Einfluss haben.
  • Personalreglement / Mitarbeiterhandbuch: Grössere Unternehmen haben manchmal interne Richtlinien oder Betriebsvereinbarungen, in denen das Thema Tiere am Arbeitsplatz (kurz) erwähnt wird.
  • Intranet oder HR-Portal: Manche Unternehmen regeln solche Dinge auf digitalen Plattformen. Auch dort lohnt sich ein Blick.
  • Hausordnung oder Mietvertrag des Bürogebäudes: In wenigen Fällen kommt das Thema gar nicht vom Arbeitgeber, sondern vom Vermieter. Vor allem in geteilten Bürokomplexen kann es ein generelles Tierverbot im Gebäude geben – das dann auch für alle gilt.

Nicht einfach machen – nachfragen

Wenn du nichts findest – sprich mit deinem direkten Vorgesetzten oder deiner Vorgesetzten. 🤝 Persönlich nachfragen ist der beste Weg!

Wichtig: Nicht einfach den Hund ins Büro mitbringen und hoffen, es wird schon niemand etwas sagen. Das kann nicht nur für Ärger sorgen, sondern den gesamten Bürohund-Versuch scheitern lassen, bevor er überhaupt begonnen hat.

➡️ Unser Tipp: Bereite dich gut vor. Komm nicht mit der Einstellung „Ich will das“, sondern mit einem durchdachten Vorschlag: Warum du deinen Hund mitbringen möchtest, wie du sicherstellst, dass niemand gestört wird – und warum das auch für das Team ein Gewinn sein kann.

Einen Antrag stellen, den Hund ins Büro mitbringen zu dürfen

Du hast nichts im Arbeitsvertrag gefunden, dein Unternehmen hat keine klaren Vorgaben, und dein Chef oder deine Chefin wirkt zumindest nicht abgeneigt? Dann ist jetzt dein Moment!

Jetzt gilt es, mit den richtigen Argumenten zu überzeugen. Das Gute: du musst das Rad nicht neu erfinden, denn viele Unternehmen haben längst erkannt, wie sich Hunde im Büro positiv auswirken können.

Punkte wie Stressreduktion, Teambuilding und Mitarbeitermotivation kannst du in wenigen Sätzen erwähnen.

💡 Aber: Halte dich bei diesen Argumenten eher kurz – denn viel entscheidender ist, wie konkret und durchdacht dein persönlicher Vorschlag ist.

Deine persönliche Anfrage, den Hund ins Büro mitzubringen

Ein sympathischer Hund allein reicht nicht – dein Arbeitgeber muss sehen, dass du Verantwortung übernimmst und das Ganze durchdacht hast. Diese Punkte solltest du daher in deiner Anfrage unbedingt ansprechen.

🐶 Dein Hund – klar beschrieben

  • Name, Alter, Rasse, Grösse, Wesen
  • Ist er stubenrein, ruhig, menschenfreundlich, kann allein liegen?
  • Hat er bereits Erfahrung mit Büros, öffentlichen Orten oder bleibt er auch mal ruhig unter dem Schreibtisch?

💡 Bonus: Erwähne, ob dein Hund gut auf andere Menschen reagiert und nicht bellt oder herumlaufen würde, wenn du konzentriert arbeitest oder in Meetings bist.

📋 Deine Vorbereitung – organisiert und verantwortungsbewusst

  • Tierhalterhaftpflichtversicherung vorhanden? Unbedingt erwähnen!
  • Impfstatus aktuell? Das schafft Vertrauen.
  • Du übernimmst volle Verantwortung für den Hund – inkl. möglicher Schäden oder Zwischenfälle.
  • Du bist jederzeit bereit, den Hund wieder nach Hause zu bringen, falls Probleme auftreten.

Dein Büro-Konzept – konkret und alltagstauglich

Zeig, dass du mitgedacht hast – und der Hund nicht einfach „so dabei“ ist, sondern dass du den Alltag im Griff hast:

  • Wo liegt dein Hund während der Arbeit? (z. B. eigene Decke in ruhiger Ecke unter dem Schreibtisch)
  • Wie gestaltest du deine Pausen und Spaziergänge? → Denk daran: Das muss zu deinem Arbeitsrhythmus passen, ohne den Betrieb zu stören.
  • Wie versorgst du deinen Hund? (Wasser, Futter, Rückzugsmöglichkeiten, Beschäftigung)
  • Was passiert, wenn du in Meetings bist oder dein Hund unruhig wird?
  • Gibt es Kolleg*innen, die eine Hundeallergie oder Angst haben könnten? → Zeig, dass du Rücksicht nehmen würdest (z. B. Raumwahl, flexible Regelungen, Rückzugsoptionen).

Unser Tipp: Zuerst nach einem Probetag fragen

Ein endgültiges „Ja“ ist für viele Arbeitgeber ein grosser Schritt. Deshalb ist es oft sinnvoller, erstmal einen Probetag oder eine Probewoche vorzuschlagen – mit anschliessender Auswertung:

„Wenn alles gut läuft, können wir über eine dauerhafte Lösung sprechen.“

So nimmst du deinem Arbeitgeber die Angst vor der Entscheidung – und kannst im Alltag zeigen, dass dein Hund kein Störfaktor, sondern ein Pluspunkt ist.

Keine Regelung? Bring den Ball ins Rollen

Wenn dein Arbeitgeber offen ist – oder du zumindest auf keine festen Verbote triffst – ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Bürohunde ins Gespräch zu bringen.

Nicht als Forderung, sondern als überlegte Idee, die Mehrwert schafft – für dich, deinen Hund und das ganze Team.

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Inhaltsverzeichnis
Ich habe schon geschrieben, noch bevor Computer selbstverständlich wurden. Schon als Kind habe ich mir die Schreibmaschine meiner Eltern geschnappt und drauflos getippt: Geschichten, Beobachtungen, Gedanken. Hauptsache Worte. Mein Zugang zu Hunde-Themen ist kein klassischer. Lange Zeit war ich eher skeptisch, geprägt von weniger guten Erfahrungen. Umso mehr hat es mich überrascht, als ich – dank Roger – erlebt habe, wie verantwortungsvoll und bewusst gute Hundehaltung funktionieren kann. Dieser Perspektivwechsel begleitet meine Arbeit bis heute. Bei rundum.dog bin ich als Content Managerin an vielen Stellen beteiligt, an denen aus Ideen fertige Beiträge werden. Ich recherchiere Themen, plane Inhalte, schreibe Artikel, begleite Gastbeiträge redaktionell, veröffentliche Texte und betreue die Social-Media-Kanäle. Mein Blick richtet sich dabei immer auf das grosse Ganze: Welche Themen sind relevant? Welche Fragen stehen dahinter? Und wie lassen sich Inhalte so aufbereiten, dass sie verständlich, fundiert und für unsere Leser wirklich hilfreich sind? Ich glaube, dass Emotionen allein nicht ausreichen. Gute Entscheidungen entstehen dort, wo Information, Selbstreflexion und Bereitschaft zum Hinterfragen zusammenkommen. Mit meinen Texten möchte ich genau dazu beitragen.

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