Wenn der Hund Angst vorm Tierarzt hat: Medical Training schafft Abhilfe

Golden beim Tierarzt mit Angst und beschwichtigend

Es ist kein Geheimnis, dass viele Hunde Angst vor dem Tierarzt haben. In der Realität erschwert diese Angst die notwendigen medizinischen Untersuchungen oft. Zum Glück kannst du mit konsequentem Training den Tierarztbesuch für deinen Hund weniger stressig gestalten. Heute beschäftigen wir uns mit dem sogenannten „Medical Training“, das deinem Hund die Angst vorm Tierarzt nehmen kann.

Medical Training für Hunde bei Angst vorm Tierarzt

Ein Trend, der sich immer weiter durchsetzt: Das Medical Training gibt es inzwischen nicht nur in Zoos und für Wildtiere, sondern auch für fast jedes Haustier. Dieses Training zielt durch einfache „Trockenübungen“ darauf ab, dem Tier von Grund auf die Angst vorm Tierarzt zu nehmen. Wie diese Übungen aussehen, erfährst du in den folgenden Kapiteln.

Schritt 1: Zwanglose Besuche der Tierarztpraxis

Einer von vielen Gründen, warum Hunde mit Angst auf den Tierarztbesuch reagieren, ist die befremdliche Umgebung. Der Hund mit seiner empfindsamen Nase wittert Desinfektionsmittel, medizinische Hilfsmittel und Rückstände von anderen tierischen Patienten logischerweise Millionen mal besser als wir. Daher ziehen viele Hunde bereits den Schwanz ein, sobald man durch die Tür zur Praxis ist.

Du solltest zwar einen Termin mit deiner Tierarztpraxis ausmachen, allerdings belässt du es im Medical Training anfangs bei einer simplen „Begehung“. Führe deinen Hund durchs Wartezimmer, setz dich eine Weile mit ihm hin, stelle ihm vielleicht den Tierarzt vor. Alles erstmal ganz ohne Druck und Zwang. Dann geht ihr wieder. Kein Grund, um so einen Besuch in schlechter Erinnerung zu behalten, oder?

Schritt 2: Übung von tierärztlichen Berührungen

Das kannst du prima Zuhause trainieren und dafür musst du nicht mal selbst Tierarzt sein. Indem du Berührungen simulierst, die auch ein Tierarzt für die Untersuchung durchführen würde, bringst du deinem Hund bei, keine Angst davor zu haben. Taste ihn beispielsweise ab, schau ihm ins Maul und in die Ohren. Anschliessend gibt’s ein Leckerli als Belohnung. War doch gar nicht so schlimm, oder?

Schritt 3: Grundkommandos helfen beim späteren Tierarztbesuch

Bestimmt weisst du schon, wie du deinem Hund „Sitz“ oder „Platz“ beibringst, oder er beherrscht es längst. Umso besser! Fürs Medical Training macht es Sinn, diese Kommandos auch in einem Umfeld zu trainieren, das der Tierarztpraxis ähnelt. Dann hat Hund nämlich auch keine Angst beim Hüpfen/Platzieren auf den Behandlungstisch beim Tierarzt.

Das kannst du zum Beispiel mit einem niedrigen Tisch oder einer beliebigen anderen Oberfläche üben. Wenn du es ganz ausgereift haben möchtest, kannst du deinem Hund sogar beibringen, von selbst darauf zu springen. Anschliessend geht es weiter mit „Sitz“ und „Platz“. Vergiss nicht die ausgiebige Belohnung für jeden erfolgreichen Schritt.

Medical Training Zuhause nimmt Hunden Angst vor dem Tierarzt

Den gröbsten Fehler, der bei Hunden für Angst vor dem Tierarzt sorgt, begehen wir eigentlich, indem wir sie nur dorthin bringen, weil eine medizinische Notwendigkeit besteht. Die wiederum führen nicht selten zu unangenehmen Untersuchungen, eklig schmeckenden Medikamenten oder gar einer fiesen Spritze. Kein Wunder, dass Tier sich da eine entsprechende negative Meinung bildet!

Regelmässige Kontrolluntersuchungen sind nicht nur für die Gesundheit des Hundes überaus wichtig, sie begünstigen auch die Bildung einer positiven Beziehung zwischen Hund und Tierarzt.

Scheue dich nicht, dieses Anliegen direkt mit dem Tierarzt deines Vertrauens zu besprechen (im Idealfall im Vorfeld!). Einige Praxen bieten inzwischen sogar schon entsprechende Termine an – ganz ohne lästige Untersuchungen oder unbeliebte Behandlungen. Besonders gute Tierärzte reagieren verständnisvoll, sobald du von der Angst deines Hundes berichtest. Meist finden sich dann passende Lösungen, die nicht sofort in Maulkorb-Pflicht mit Zwangsbehandlung bestehen.

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Ich habe schon geschrieben, noch bevor Computer selbstverständlich wurden. Schon als Kind habe ich mir die Schreibmaschine meiner Eltern geschnappt und drauflos getippt: Geschichten, Beobachtungen, Gedanken. Hauptsache Worte. Mein Zugang zu Hunde-Themen ist kein klassischer. Lange Zeit war ich eher skeptisch, geprägt von weniger guten Erfahrungen. Umso mehr hat es mich überrascht, als ich – dank Roger – erlebt habe, wie verantwortungsvoll und bewusst gute Hundehaltung funktionieren kann. Dieser Perspektivwechsel begleitet meine Arbeit bis heute. Bei rundum.dog bin ich als Content Managerin an vielen Stellen beteiligt, an denen aus Ideen fertige Beiträge werden. Ich recherchiere Themen, plane Inhalte, schreibe Artikel, begleite Gastbeiträge redaktionell, veröffentliche Texte und betreue die Social-Media-Kanäle. Mein Blick richtet sich dabei immer auf das grosse Ganze: Welche Themen sind relevant? Welche Fragen stehen dahinter? Und wie lassen sich Inhalte so aufbereiten, dass sie verständlich, fundiert und für unsere Leser wirklich hilfreich sind? Ich glaube, dass Emotionen allein nicht ausreichen. Gute Entscheidungen entstehen dort, wo Information, Selbstreflexion und Bereitschaft zum Hinterfragen zusammenkommen. Mit meinen Texten möchte ich genau dazu beitragen.

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