Viele Hundeführer stellen nach einer längeren Trainingspause im Mantrailing diese Frage. Kurze Antwort: Sehr wahrscheinlich nicht.
Wie Hunde Mantrailing im Gedächtnis speichern
Hunde lernen viele Trainingsabläufe besonders solche mit klaren Ritualen wie im Mantrailing über prozedurales Gedächtnis. Das ist dieselbe Gedächtnisform, über die auch wir Menschen automatisierte Abläufe speichern: Radfahren, Autofahren, oder das Tippen auf einer Tastatur. Einmal stabil gelernt, bleibt dieses Wissen sehr lange erhalten.
Beim Mantrailing gehören dazu vor allem:
- das Start Ritual
- die Geruchsaufnahme
- und die Strategie einer Spur zu folgen
Diese Abläufe werden im Laufe des Trainings stark emotional und sensorisch verknüpft. Der Hund speichert nicht nur eine “ Übung „, sondern ein komplettes Handlungsmuster aus Geruch, Bewegung, Erwartung und Erfolgserlebnis.
Was passiert nach einer Trainingspause?
Was bedeutet das für Trainingspausen ?
Viele Hunde können nach Monaten, manchmal sogar nach Jahren, wieder in die Arbeit einsteigen und zeigen erstaunlich schnell das bekannte Verhalten. Das Wissen ist im Gedächtnis vorhanden der Hund braucht meist nur ein oder zwei Trails, um sich wieder vollständig “ einzusortieren „.
Was sich allerdings verändern kann, ist etwas anderes:
- Kondition und Ausdauer
- Arbeitsroutine
- Selbstvertrauen in der Suche
Deshalb ist es sinnvoll, nach längeren Pausen mit einfachen, kurzen und sicheren Trails zu starten. So kann der Hund das bekannte Muster wieder aktivieren und Erfolgserlebnisse sammeln.
Erfahrungen aus der Praxis
Die Erfahrung aus der Praxis zeigt immer wieder:
Gut aufgebautes Mantrailing “ verschwindet “ nicht einfach.
Es ist wie ein Buch im Regal der Hunde manchmal staubt es etwas ein, aber sobald man es wieder aufschlägt, weiß der Hund meist genau, worum es geht.