Es ist wieder soweit: Die Adventszeit steht vor der Tür, und viele Hundebesitzer:innen überlegen, ob sie ihren Vierbeinern einen Adventskalender gönnen sollen. Die bunten Kalender mit Leckerlis und Spielzeug sollen für Vorfreude und Abwechslung sorgen. Doch nicht jeder Kalender ist gleich gut – ein genauer Blick lohnt sich.
Machen Adventskalender für Hunde überhaupt Sinn?
Adventskalender können eine schöne Möglichkeit sein, deinem Hund kleine Freuden zu bereiten und die Wartezeit bis Weihnachten spannend zu gestalten.
Sie eignen sich besonders für Hunde, die gerne Leckerlis bekommen oder neugierig auf neue Spielzeuge reagieren.
Wichtig ist aber: Der Kalender sollte den Hund nicht überfordern, weder geschmacklich noch gesundheitlich.
Vorsicht vor den Inhaltsstoffen in Billig-Kalendern
Viele Fertig-Adventskalender enthalten Leckerlis, die für Hunde weder gesund noch besonders schmackhaft sind. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe:
- Künstliche Zusatzstoffe: Viele der in “Standardausführungen” erhältlichen und in Massenproduktion hergestellten Adventskalendern für Haustiere enthalten Farbstoffe, Aromen oder Konservierungsmittel. Der Grund dahinter ist simpel – die Inhalte sollen schöner aussehen (z.B. Leckerlis in zu Weihnachten passenden Formen und Farben) und möglichst lange halten. Für Hunde sind diese Zusätze allerdings absolut unnötig. Und noch schlimmer: Viele Tiere reagieren mit Verdauungsproblemen oder entwickeln Allergien.
- Zucker und unnötige Kohlehydrate: Oftmals enthalten Massenware-Kalender stark gezuckerte Leckerlis. Das dient schlichtweg dem Geschmack – Zucker im Hundefutter oder Hundesnacks ist, ähnlich wie für uns Menschen, ein Geschmacksträger. Gut zu wissen aber: Echter, guter Geschmack kommt auch ohne Zucker aus! Davon abgesehen ist Zucker in den allermeisten Fällen schlicht unnötig, noch dazu begünstigt er Übergewicht und Verdauungsprobleme.
- Protein-Mischungen: Viele Fertig-Leckerlis enthalten mehrere Proteinquellen oder minderwertige tierische Nebenerzeugnisse. Einige Hunde reagieren empfindlich darauf. Monoprotein-Leckerlis (z. B. nur Huhn oder nur Lamm) sind meist besser verträglich.
- Minderwertige Zutaten: Billige Inhaltsstoffe oder unnötige Füllstoffe können Geschmack und Verträglichkeit verschlechtern – manche Hunde rühren solche Leckerlis gar nicht erst an oder reagieren später mit Unwohlsein. Beispiele für minderwertige Füllstoffe sind etwa:
- Pflanzenfasern (Weizenkleie, Sojaschalen, Zellulose)
- Getreidefüllstoffe (Weizenmehl)
- Tierische Nebenerzeugnisse schlechter Qualität (Schlachtabfälle, Federn, Häute, Hufe)
- Zucker/Sirups (Glukose-, Malz- oder Maissirup)
- Stärke und reine Bindemittel (Kartoffelstärke, Guakernmehl)
Darauf kannst du beim Kauf achten
Wie du siehst, sind also nicht alle Fertig-Adventskalender uneingeschränkt für Hunde geeignet. Achte auf:
- Ohne künstliche Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker: Farbstoffe, Aromen oder Konservierungsmittel sind unnötig.
- Monoprotein: Leckerlis, die aus nur einer Proteinquelle bestehen, sind oft besser verträglich.
- Zuckerfrei: Zucker und überflüssige Kohlenhydrate liefern nur unnötige Kalorien.
- Natürliche Zutaten: Hochwertige, natürliche Rohstoffe sind gesünder und für Hunde genauso schmackhaft.
- Grösse der Leckerlis passend zum Hund
- Bei Spielzeug-Inhalt: sicheres, zum Hund passendes und langlebiges Spielzeug
Grösse und Menge von Leckerlis
Bei vielen Adventskalendern steckt hinter jedem Türchen ein oder mehrere Leckerlis – in der Regel also mindestens 24 Snacks bis Weihnachten. Wenn dein Hund nicht daran gewöhnt ist, täglich Leckerlis zu bekommen, kann ihn das schnell übersättigen oder den Magen belasten.
Grundsätzlich ist es sinnvoll, alle Leckereien und Snacks in den täglichen Kalorienbedarf einzurechnen. Ein praktisches Beispiel: Bekommt dein Hund beim täglichen Training schon kleine Belohnungen, können diese entweder durch die Snacks aus dem Adventskalender ersetzt werden oder entsprechend reduziert werden, um Überfütterung zu vermeiden.
Die Portionsgrösse sollte ausserdem zur Grösse deines Hundes passen:
- Kleine Hunde können sich leicht überfressen, selbst bei kleinen Snacks.
- Grosse Hunde langweilen sich vielleicht mit winzigen Häppchen und benötigen entsprechend grössere Leckerlis oder mehrere Stücke.
Tipp: Vielen Hunden ist Abwechslung wichtig. Verschiedene Arten von Snacks (z. B. unterschiedliche Proteinquellen, sofern verträglich, oder Texturen) sorgen für mehr Freude und verhindern, dass der Hund einzelne Leckerlis verweigert. Achte dabei aber immer auf die Verträglichkeit, insbesondere bei empfindlichen Hunden oder solchen mit Allergien.
Adventskalender für Hunde – Antworten auf häufige Fragen
Was darf ein Adventskalender für Hunde kosten?
Gute Qualität muss nicht teuer sein. Abhängig von Grösse, Inhalt (z.B. Spielzeug oder nur Snacks, Qualität der Snacks) und Material gibt es viele Modelle zwischen 15 und 40 CHF.
Sind Leckerlis in Hunde-Adventskalendern immer ungesund?
Nein, es gibt viele Kalender mit natürlichen, hochwertigen Snacks. Achte auf Inhaltsstoffe wie Monoprotein, Zuckerfreiheit und dass keine künstlichen Zusätze enthalten sind.
Sind Adventskalender mit hochwertigen Leckerlis automatisch teurer?
Nicht unbedingt. Es gibt beispielsweise Varianten mit Monoprotein und ohne billige Füllstoffe bereits für um die 25 CHF.
Darf jeder Hund Adventskalender für Hunde bekommen?
Generell ist an den meisten Produkten nichts auszusetzen. Bei Hunden mit Allergien, Übergewicht oder speziellen Ernährungsbedürfnissen sollte aber ein Kalender mit passenden Inhalten ausgewählt haben.
Mein Hund verträgt die Leckerlis aus dem Adventskalender nicht – was soll ich tun?
Beobachte ihn genau. Bei Unverträglichkeiten die Leckerlis ab sofort nicht mehr geben und auf gewohnte, verträgliche Snacks umsteigen. Bei ernsteren Symptomen unbedingt Tierärzt:in konsultieren.



