Grosse MARS-Umfrage: So denken Schweizer*Innen über Tierheimadoptionen

Adoption Golden Retriever mit zwei Katzen in Körbchen

Adoption spielt bei der Entscheidung für ein Haustier eine immer grössere Rolle. Viele Menschen wünschen sich, einem Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu geben, statt es zu kaufen. Gleichzeitig gibt es Vorbehalte, Unsicherheiten und praktische Gründe, die gegen eine Adoption sprechen können. Eine aktuelle Heimtierumfrage von MARS Schweiz liefert spannende Einblicke, warum sich Schweizer*innen für oder gegen eine Adoption entscheiden – und was sie sich dabei wünschen.

Vom Kauf zur Adoption – ein gesellschaftlicher Wandel

Noch vor ein paar Jahren war der Kauf beim Züchter für viele Tierfreunde selbstverständlich. Heute ändert sich das Bild. Tierschutz, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung werden wichtiger. Wer adoptiert, entscheidet sich bewusst gegen die Kommerzialisierung von Tieren – und für eine zweite Chance.

Die folgenden Zahlen stammen aus einer repräsentativen Umfrage von MARS Schweiz, die im August 2025 im Vorfeld des Welttierschutztages durchgeführt wurde. Befragt wurden rund 1’000 Personen zwischen 18 und 79 Jahren zu ihren Einstellungen, Erfahrungen und Wünschen rund um Haustieradoptionen.

Laut MARS-Umfrage würden mehr als die Hälfte (51 %) der Schweizer*innen ein Tier aus dem Tierheim adoptieren, statt es beim Züchter zu kaufen. Das zeigt: Die Adoption ist längst keine Randerscheinung mehr, sondern Ausdruck eines wachsenden Verantwortungsbewusstseins gegenüber Tieren.

MARS Schweiz Umfrage Sheet Seite 13

Diese Zahlen zeigen nicht nur ein wachsendes Bewusstsein für Tierschutz, sondern auch einen Paradigmenwechsel in der Haustierhaltung.

Trotzdem bleiben Unsicherheiten bestehen: Viele Menschen fragen sich, ob sie einem Tier aus dem Tierheim wirklich gerecht werden können – oder ob ein „neues“ Tier vom Züchter nicht doch einfacher wäre.

Herz oder Kopf? Warum Menschen adoptieren – oder zögern

Wenn es um die Adoption eines Haustiers geht, treffen Emotion und Vernunft direkt aufeinander. Viele Menschen wünschen sich aus tiefstem Herzen ein Tier – gleichzeitig wissen sie, wie viel Verantwortung damit verbunden ist.

Laut der grossen Heimtierumfrage von MARS spielt bei der Entscheidung für oder gegen ein Haustier vor allem die Lebenssituation eine zentrale Rolle:

  • 29 % der Befragten verzichten auf ein Tier, weil sie beruflich zu stark eingebunden sind
  • 19 % nennen zu hohe Kosten als Hauptgrund und
  • 18 % haben nicht genug Platz.

Trotzdem ist der Wunsch nach tierischer Gesellschaft ungebrochen – und Social Media scheint diesen sogar zu verstärken: Vier von zehn Schweizer*innen gaben an, dass Posts über Hunde oder Katzen ihren Wunsch nach einem Haustier noch wachsen lassen, insbesondere bei Frauen und Jüngeren.

Dabei steht für viele nicht nur der Spass im Vordergrund, sondern das Bedürfnis nach Nähe und Trost: 48 % wünschen sich von einem Haustier emotionalen Rückhalt, um Einsamkeit oder Stress besser zu bewältigen. Und immerhin 51 % würden ein Tier lieber adoptieren als kaufen – ein starkes Signal für mehr Tierschutzbewusstsein in der Schweiz.

Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass sich viele eine einfachere Abwicklung bei Adoptionen wünschen (65 %), genauso wie fast die Hälfte der Befragten (46 %) eine Rückgabemöglichkeit im Notfall – besonders Männer und ältere Menschen.

Und obwohl jede*r Zweite zögert, ein krankes oder älteres Tier zu adoptieren, berichten 87 % derjenigen, die adoptiert haben, von grosser Zufriedenheit – und 74 % würden sich wieder für eine Adoption entscheiden.

Adoption als Tierschutzakt: Ausblick

Hinter jeder Adoption steht ein Tier, das ein Zuhause verloren hat. Ein Tier zu adoptieren bedeutet, Tierschutz konkret zu leben. Es ist ein Beitrag dazu, die Tierheime zu entlasten und dem Gedanken von „Tiere sind keine Ware“ eine Stimme zu geben.

Die Zahlen zeigen: Die Bereitschaft zur Adoption wächst – aber nicht ohne Bedenken. Viele Menschen haben Vorurteile oder Ängste gegenüber Tierheimtieren. Warum das so ist und wie viel Wahrheit darin steckt, zeigen wir im nächsten Teil der Serie rund um die grosse Heimtierumfrage von MARS Schweiz.

An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich für die Bereitstellung der Daten und Umfragesheets bei Triple M Matzka Markt- und Meinungsforschung (Web: www.triple-m-mafo.at ).

Und hier geht es zur Pressemitteilung von MARS, wo Du dir sogar die kompletten Umfrageergebnisse herunterladen kannst: Neue repräsentative Umfrage zum Welttierschutztag am 4. Oktober im Auftrag von Mars Schweiz

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Ich habe schon geschrieben, noch bevor Computer selbstverständlich wurden. Schon als Kind habe ich mir die Schreibmaschine meiner Eltern geschnappt und drauflos getippt: Geschichten, Beobachtungen, Gedanken. Hauptsache Worte. Mein Zugang zu Hunde-Themen ist kein klassischer. Lange Zeit war ich eher skeptisch, geprägt von weniger guten Erfahrungen. Umso mehr hat es mich überrascht, als ich – dank Roger – erlebt habe, wie verantwortungsvoll und bewusst gute Hundehaltung funktionieren kann. Dieser Perspektivwechsel begleitet meine Arbeit bis heute. Bei rundum.dog bin ich als Content Managerin an vielen Stellen beteiligt, an denen aus Ideen fertige Beiträge werden. Ich recherchiere Themen, plane Inhalte, schreibe Artikel, begleite Gastbeiträge redaktionell, veröffentliche Texte und betreue die Social-Media-Kanäle. Mein Blick richtet sich dabei immer auf das grosse Ganze: Welche Themen sind relevant? Welche Fragen stehen dahinter? Und wie lassen sich Inhalte so aufbereiten, dass sie verständlich, fundiert und für unsere Leser wirklich hilfreich sind? Ich glaube, dass Emotionen allein nicht ausreichen. Gute Entscheidungen entstehen dort, wo Information, Selbstreflexion und Bereitschaft zum Hinterfragen zusammenkommen. Mit meinen Texten möchte ich genau dazu beitragen.

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