Besonderes Tierschutzprojekt für Hundesenioren

Älterer Mann mit Hund glücklich

Ältere Hunde in Tierheimen haben nachweislich weit schlechtere Chancen auf eine erfolgreiche Vermittlung als ihre jüngeren Artgenossen. Aus diesem Grund gibt es in Bayern ein ganz besonderes Tierschutzprojekt.

Projekt „Senioren für Senioren“

In Bayern, Deutschland, hat es sich der Sonnenhof für Mensch und Tier e.V. zur Aufgabe gemacht, den besonderen Bedürfnissen älterer Hunde – und Menschen! – gerecht zu werden. Neben eines üblichen Tierheims gibt es dort nämlich das sogenannte Hunde-Seniorendorf . Dort richtet sich die Vermittlung der Tiere gezielt an menschliche Senioren.

Das Dorf fasst bis zu 36 Hunde, die bei ihrer Aufnahme bereits in die Jahre gekommen sind. Die Vermittlung richtet sich vornehmlich an Menschen, die aufgrund ihres Alters befürchten, sich nicht mehr artgerecht um einen Hund kümmern zu können – es aber dennoch gerne würden.

Von herkömmlichen Tierheimen kennen wir diese Art von Altersdiskriminierung. Zum einen gehen Interessenten sehr oft an älteren Tieren vorbei. Und zum anderen werden ältere Menschen bei ihrem Tierheimbesuch oft belächelt, weil sie sich noch einen vierbeinigen Lebensbegleiter wünschen.

Besondere Betreuung von Mensch und Tier

Der Sonnenhof weiss um die veränderten Ansprüche im Alter. Aus diesem Grund hört die Betreuung auch nicht an den Pforten des Tierheims auf. Der Verein möchte mehr als nur Vermittler sein.

Da sie um eventuelle gesundheitliche Einschränkungen ihrer Vierbeiner wissen, bieten sie bei Bedarf auch nach erfolgter Vermittlung finanzielle Unterstützung bei nötiger spezieller Ernährung oder Medikation. Ein weiteres Zugeständnis: auch im Falle unerwarteter Komplikationen bei der zukünftigen Hundehaltung will der Sonnenhof mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Staatsregierung von Bayern hat dieses Projekt im Sinne des Tierschutzes bereits gewürdigt: im Jahr 2018 verlieh man dem Sonnenhof den Tierschutzpreis.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Inline-Rückmeldungen
Alle Kommentare anzeigen
Inhaltsverzeichnis
Ich habe schon geschrieben, noch bevor Computer selbstverständlich wurden. Schon als Kind habe ich mir die Schreibmaschine meiner Eltern geschnappt und drauflos getippt: Geschichten, Beobachtungen, Gedanken. Hauptsache Worte. Mein Zugang zu Hunde-Themen ist kein klassischer. Lange Zeit war ich eher skeptisch, geprägt von weniger guten Erfahrungen. Umso mehr hat es mich überrascht, als ich – dank Roger – erlebt habe, wie verantwortungsvoll und bewusst gute Hundehaltung funktionieren kann. Dieser Perspektivwechsel begleitet meine Arbeit bis heute. Bei rundum.dog bin ich als Content Managerin an vielen Stellen beteiligt, an denen aus Ideen fertige Beiträge werden. Ich recherchiere Themen, plane Inhalte, schreibe Artikel, begleite Gastbeiträge redaktionell, veröffentliche Texte und betreue die Social-Media-Kanäle. Mein Blick richtet sich dabei immer auf das grosse Ganze: Welche Themen sind relevant? Welche Fragen stehen dahinter? Und wie lassen sich Inhalte so aufbereiten, dass sie verständlich, fundiert und für unsere Leser wirklich hilfreich sind? Ich glaube, dass Emotionen allein nicht ausreichen. Gute Entscheidungen entstehen dort, wo Information, Selbstreflexion und Bereitschaft zum Hinterfragen zusammenkommen. Mit meinen Texten möchte ich genau dazu beitragen.

Weitere Beiträge zu diesem Thema