Knochenfütterung bei Hunden: Die Vor- und Nachteile

Schäferhund frisst knochen in aller Ruhe

Fast alle Hunde lieben Knochen über alles. Die Leckerbissen sind darüber hinaus ein wichtiger Nährstoff-Lieferant. Dennoch birgt die Knochenfütterung für Hunde auch ein paar Nachteile.

Knochenfütterung für Hunde als Nährstoff-Lieferant

Der grösste Vorteil der Knochenfütterung für Hunde besteht darin, dass sie dem Tier einige wichtige Nährstoffe liefern. Dazu zählen Calcium, Phosphor und Magnesium.

Calcium ist für den Aufbau und Erhalt von Knochen zuständig, wozu genauso die Zähne zählen. Das Mineral tut also genau das, woher es auch kommt: durch den Verzehr von Knochen stärkt es zeitgleich das Knochenskelett sowie Gebiss des Hundes.

Phosphor erfüllt vielerlei wichtige Funktionen im tierischen Körper. Es spielt eine Rolle bei der Gewinnung und Verwertung von Energie – also dem gesamten Stoffwechsel – dem Zellaufbau (inklusive Muskulatur) und sorgt, genau wie Calcium, für den Erhalt von Knochen und Zähnen.

Magnesium ist für den Hund ähnlich wichtig wie für den Menschen. Der Nährstoff wirkt sich auf das Verdauungssystem und die Verstoffwechslung von weiteren essenziellen Nährstoffen wie Eiweissen, Fetten und Kohlehydraten aus.

Ein Zuviel kann mehr schaden als nutzen

Und hier kommen wir auch schon zum Knackpunkt von der Knochenfütterung bei Hunden. Während Hunde, genau wie wir Menschen, einen Überschuss an bestimmten Nährstoffen meistens einfach ausscheiden, ist das bei Calcium nicht der Fall. Denn Calcium wirkt sich auf den Säure-Basen-Haushalt aus und beeinflusst somit den pH-Wert. Unterschreitet der pH-Wert einen bestimmten Wert, spricht man von Übersäuerung.

Ein Zuviel an Calcium führt dann oft zu Symptomen wie: Verdauungsprobleme, Bildung von Harnsteinen, Herzrhythmusstörungen, Energieverlust (chronische Müdigkeit, Schlafstörungen…).

Welche Menge ist die richtige?

Leider ist diese Frage nicht so leicht zu beantworten. Zum einen haben verschiedene Knochenarten unterschiedliche Mengen an Calcium. Zum anderen ist auch das Gewicht sowie Alter des Hundes (und besondere Umstände wie Trächtigkeit ((laktierend)), dem man Knochen füttert, entscheidend.

Der tägliche Calcium-Bedarf für Hunde liegt, je nach individuellen Ansprüchen, zwischen 50 und 130 Milligramm Calcium pro Kilo des eigenen Körpergewichts.

Um die Frage nach dem Richtig oder Falsch wirklich zu beantworten, bräuchte man jetzt noch die genauen Nährwerte des gefütterten Knochens. Ein 50 Gramm schwerer Kalbsknochen beispielsweise enthält ungefähr 7.000 Milligramm Calcium. Für einen ausgewachsenen, sehr grossen Hund kaum ein Problem, für eine kleinere Rasse aber möglicherweise schon.

Ein paar Tipps zur Knochenfütterung bei Hunden

  • Knochen sind kein Alleinfuttermittel. Andere Nährstoffe sind nötig, damit der Hund den Knochen überhaupt verdauen kann.
  • Wenn dein Hund Knochen noch nicht gewöhnt ist, starte mit einer sehr kleinen Menge. Manche Hunde haben Verdauungsprobleme, wenn sie Knochen fressen. Verzichte in dem Fall auf Knochenfütterung. Als Calcium-Alternative gibt es beispielsweise Eierschalenpulver.
  • Verfüttere grundsätzlich nur rohe Knochen an deinen Hund. Andere Arten von Knochen können nämlich splittern.
  • Lass deinen Hund mit einem Knochen niemals unbeaufsichtigt.
  • Wäge die Grösse des Knochens anhand der Grösse deines Hundes ab.

Vorteile von Knochen für den Hund auf einen Blick

  • tolle Beschäftigung
  • für viele Hunde eine besondere Leckerei (Belohnung)
  • guter Calcium-Lieferant
  • Zahnpflege

Nachteile von Knochen für den Hund auf einen Blick

  • Verletzungsgefahr bei zu grossen, splitternden Knochen oder beim Verschlucken von Knocheneinzelteilen: Verletzungen von Schleimhäuten (Speiseröhre, Magen, Darm), Erstickungsgefahr, Darmverschluss…
  • Risiko der Calcium-Überversorgung
  • teilweise Unverträglichkeit (mögliche Verdauungsprobleme)
  • Grundrisiko bei der Fütterung von rohen Lebensmitteln: Bakterien/Parasiten, Salmonellen…
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Ich habe schon geschrieben, noch bevor Computer selbstverständlich wurden. Schon als Kind habe ich mir die Schreibmaschine meiner Eltern geschnappt und drauflos getippt: Geschichten, Beobachtungen, Gedanken. Hauptsache Worte. Mein Zugang zu Hunde-Themen ist kein klassischer. Lange Zeit war ich eher skeptisch, geprägt von weniger guten Erfahrungen. Umso mehr hat es mich überrascht, als ich – dank Roger – erlebt habe, wie verantwortungsvoll und bewusst gute Hundehaltung funktionieren kann. Dieser Perspektivwechsel begleitet meine Arbeit bis heute. Bei rundum.dog bin ich als Content Managerin an vielen Stellen beteiligt, an denen aus Ideen fertige Beiträge werden. Ich recherchiere Themen, plane Inhalte, schreibe Artikel, begleite Gastbeiträge redaktionell, veröffentliche Texte und betreue die Social-Media-Kanäle. Mein Blick richtet sich dabei immer auf das grosse Ganze: Welche Themen sind relevant? Welche Fragen stehen dahinter? Und wie lassen sich Inhalte so aufbereiten, dass sie verständlich, fundiert und für unsere Leser wirklich hilfreich sind? Ich glaube, dass Emotionen allein nicht ausreichen. Gute Entscheidungen entstehen dort, wo Information, Selbstreflexion und Bereitschaft zum Hinterfragen zusammenkommen. Mit meinen Texten möchte ich genau dazu beitragen.

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