„Ich gebe meinem Hund ab und zu Knochen zu Fressen“. Diesen Satz höre ich besonders von Neu-Hundehaltern. Was gut gemeint ist, kann jedoch gesundheitliche Folgen haben.
Knochenfütterung beim Hund
Fachlich klar eingeordnet:
- Hunde besitzen keine enzymatische Möglichkeit, Knochen zu verdauen da sie durch die Domestizierung eine andere Verdauung entwickelt haben. Wölfe fressen kleinere Knochen mit und verdauen diese mit ihrer starken Magensäure aus Salzsäure und Pepsin. Der Rest wird ausgeschieden.
- Gekochte Knochen ( zB. Huhn ) splittern und bergen ein hohes Verletzungsrisiko.
- Auch rohe Knochen können Zahnfrakturen, Verstopfungen oder Darmverschlüsse verursachen.
Ich selbst gebe meiner Fellnase große Markknochen ausschließlich zum Auslecken, zeitlich begrenzt und unter Aufsicht – nicht zum Zerkauen oder Fressen. Danach nehme ich sie weg und werden entsorgt.
Mögliche Folgen für Gesundheit und Verhalten
Unentdeckte Schmerzen durch Knochenfütterung im Kiefer oder Magen-Darm- Trakt beeinflussen direkt:
- Stressverarbeitung
- Lernfähigkeit
- Motivation
- emotionale Stabilität
Fazit: Aufklärung ist wichtig
Aufklärung schafft Sicherheit für Hunde und ihre Menschen. Hier sind wir als Hundeschule gefordert, da Aufklärung in Zoohandlungen, Metzgereien oder im Supermarkt nicht gegeben ist!